Archiv der Kategorie: Das Leben und ich

Ballerinaprojekt Flensburg- Der Schwan

Der schwarze Schwan

Mondbeschienen fliegt der schwarze Schwan
über nächtiger Meere blanken Spiegel.
Nacht um Nächte zieht er seine Bahn,
und nur Silber tropft von seinem Flügel.

Silber tropft von seinen Flügelspitzen,
die er sonst getaucht in dunkle Fluten…
Die noch nie so lang im Glanze ruhten
– taucht sie ein, und Silbertropfen blitzen!

Streift auch mit der Brust den Spiegel jetzt,
und wie Heimweh ist es fast zu tragen,
daß der Flügel sich nicht mehr genetzt
in dem Dunkel seit so vielen Tagen.

Leo Sternberg

Danke Anja !

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Urbanisierung- weg vom bewussten Leben

Wir entwickeln uns weiter. Stetig ein Stück weiter weg von unseren eigentlichen Wurzeln.

Willkommen in der Welt der Anonymität !

Dort wo Tiere und Menschen gleichermaßen in Formen gepresst werden.

Mensch- schau doch mal wieder bewusst. Oder hast du Angst vor dem was du siehst ?

Danke Andreas !

Franziska Nehmer Fotograf

Herzschlag

Spürst du meinen Herzschlag ?

Ja, ich spüre ihn.

Vertraut.

Beruhigend.

Tröstend.

Ich bin ein Teil von Dir.       Dein Kind.       So lange ich lebe.

 

Auf der Jagd nach Leben

Wir sind ständig auf der Jagd- nach Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Erfolg, Geld, Ruhm oder Ehre. Viele von uns jagen ein Leben lang dem hinterher, was wir uns selbst schenken sollten. Andere hingegen können das geschenkte nicht annehmen und jagen mit leeren Händen und Herzen weiter.

Unser Kopf weiß es besser, doch unser Herz vermisst es. Und so folgen wir letztendlich dem verlockenden Ruf der Hoffnung auf eine erfolgreiche Jagd.

Mein Platz im Leben

Ein alter Stuhl als Symbol für meinen Platz.  Unwichtig ist, wo er steht, setze ich mich, bin ich zu Hause.

Manchmal kippeln und kippen unsere Stühle. Der Moment an dem sich unser Platz nicht mehr  sicher anfühlt.  Vielleicht weil wir anders sein wollten, gefallen wollten, geliebt werden wollten. Wir verlieren uns selbst.

Dann ist es besonders wichtig, nach Innen zu kehren, durchzuatmen, den Stuhl zu richten und wieder  an einen schönen Platz zu stellen.

Ans Meer zum Beispiel. Und warum nicht einfach mal ein paar Blumen dort lassen.

Danke Mareike.

 

Ein Strauss Rosen auf Reisen

Alles fing mit einem riesigen, bunten Rosenstrauss an, den ich von meiner Freundin bekam. Sie stand mit leuchtenden Augen vor mir und sagte: Der ist für dich Franziska ! Das sind Momente, in denen ich mein Glück kaum fassen kann. Ich frage mich immer wieder, warum ich ? Warum werde ich so reich beschenkt – mit Menschen, die so einzigartig sind, wie das Leben und ebenso kostbar.

Ich musste einen Tag später auf Reisen gehen. Sie sagte : nimm die Rosen mit und verteile sie alle, wo immer du magst. Und so fuhr ich los. Im Kofferraum ein Strauss Rosen.

Ich kam zu meiner Schwester. Sie strahlt mich an, als ich ihr die Rosen schenkte. Sie stellte sie in ins Wohnzimmer.

Ein paar Tage später kam ich zu meinen Eltern. Eine Rose gab ich meinem Vater.

Eine gab ich meiner Mutter. In Ihrer Lieblingsfarbe.

Ein paar weitere stellte sie ins Wohnzimmer und ich erzählte ihr die Geschichte.

Dann ging ich zum Strand. Ich schenkte dem Meer zwei Rosen. Eine für alle vergangenen Lieben. Eine für die Hoffnung.

Am letzten Tag ging ich nochmal in den Garten und schenkte eine Rose dem Kind in mir. Ich hinterliess sie dort, wo ich gut behütet Kind sein konnte-in mitten vom Blumen, dem Geruch von Heu, dem Schnattern der Gänse- dem Gefühl frei zu sein.

Ich trat meinen Rückweg an und machte eine Rast dort, wo wir Erinnerungen pflegen. Eine Rose für das Leben, eine für den Tod.

Als ich zurückkehrte, hatte ich einen ganzen Strauss Rosen verteilt. Was als unscheinbare Idee geboren wurde, wuchs zu einer Reise voller neuer Sichtweisen. Über das Glück, Familie, Freundschaft, Liebe, Abschied und Tod.

Danke Merle

 

 

Ein Tag am Meer- Franziska Nehmer Fotografie

Heute habe ich den ganzen Tag am Meer verbracht. Oder besser gesagt im Meer, zwischen Watt und Himmel.

Als erstes sind mir die Bewohner aufgefallen. Sie waren äusserst entgegenkommend 🙂

Dann stellte ich fest, dass viele den gleichen Weg gehen,

aber jeder andere Spuren hinterlässt.

Auf meinem weiteren Weg genoss ich die scheinbar endlose Weite….

…den Himmel, der sich im Watt spiegelte

…. und Blumenwiesen hinter Stacheldrahtzäunen.

Es war ein Weg voller neuer Sichtweisen.